Die Impfung

Gemäss den Impfempfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG und der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF werden zuerst Personen geimpft, die besonders gefährdet sind, schwer an COVID-19 zu erkranken. Solange die Impfdosen noch limitiert sind, dürfen sich in einem ersten Schritt Personen ab 75 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankungen impfen lassen.

Leider ist im Moment aufgrund der beschränkten Impfstoffmenge und Lieferverzögerungen keine Anmeldung für die Corona-Impfung möglich. Sobald wieder Impftermine vergeben werden können, wird die Gesundheitsdirektion auf ihrer Website eine Registrierungsmöglichkeit zur Verfügung stellen, über welche sich impfwillige Personen gemäss der Impfstrategie registrieren und für einen Impftermin voranmelden können. Die Gesundheitsdirektion wird rechtzeitig über die Details informieren und bittet die Bevölkerung weiterhin um Geduld.

Wir empfehlen Ihnen regelmässig die Homepage der Gesundheitsdirektion zu konsultieren.

Ablauf der Impfung

Bitte erscheinen Sie rechtzeitig zu Ihrem Termin. Leider haben wir beschränkte Platzverhältnisse und können Personen, die zu früh kommen, keinen Warteraum anbieten. Bitte melden Sie sich nach Ihrer Ankunft beim Eingang des Impfzentrums am Hirschengraben 84, 8001 Zürich.

Unbedingt mitbringen:

  • Schweizer Krankenkassenkarte,
  • Personalausweis,
  • internationaler Impfausweis (sofern vorhanden),
  • Medikamentenliste.

Bitte drucken Sie nach Möglichkeit dieses Formular, (English), (Französisch) aus und bringen Sie es ausgefüllt und unterzeichnet zu Ihrem Termin mit. Wir empfehlen Ihnen zudem, das Infoblatt von Infovac hier zu lesen.

Nach der Impfung bleiben Sie 15 Minuten bei uns im Ruheraum des Impfzentrums zur Beobachtung. Bei Ihrem Besuch wird auch der zweite Termin für die zweite Impfdosis (4 Wochen später) vereinbart.

Kostenübernahme

Die Impfung ist für alle Personen, die über eine obligatorische Krankenversicherung verfügen, kostenlos. Bitte bringen Sie zum Termin die Krankenversicherungskarte mit.

Hier geht es zu den wichtigsten Fragen und Antworten zur Impfung.

FAQ

Wer kann sich impfen lassen?

Grundsätzlich ist der Impfstoff für alle Personen ab 16 Jahren zugelassen, ausgenommen sind Schwangere. Wegen der eingeschränkten Menge an Impfstoff, der zurzeit verfügbar ist, werden zuerst Personen mit einem besonders hohen Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken, geimpft. Das sind ältere Personen ab 75 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankung. Schrittweise und mit der grösseren Verfügbarkeit von Impfstoff werden weitere Personengruppen die Impfung erhalten können.

Wie sicher ist die Impfung?

Die von Swissmedic zugelassene Covid-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech gilt als sehr sicher. Er wurde in grossen Studien breit getestet und mittlerweile auch schon Millionen von Menschen in verschiedensten Ländern verabreicht. Swissmedic hat den Impfstoff in einem ordentlichen Verfahren (keine Notfallzulassung wie in anderen Ländern) geprüft, das heisst wie alle anderen in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe auch. Es sind bisher keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bei den geimpften Personen aufgetreten.

Ich habe Allergien. Kann ich die COVID-19-Impfung trotzdem erhalten?

In der Regel ist es kein Problem, bei Allergien eine Impfung mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech zu erhalten. Seit der Zulassung kam es bei Personen, die zuvor bereits dokumentierte schwere allergische Reaktionen auf Impfungen oder Medikamente hatten oder auf einen der Impfstoffbestandteile empfindlich reagierten, in sehr seltenen Fällen (< 5 von 100.000 Geimpften) unmittelbar nach der Impfung mit Pfizer/Biontech zu einer starken allergischen Reaktion. Wenn bei Ihnen in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion (z.B. Anaphylaxie) aufgetreten ist, deren Ursache unbekannt ist, empfehlen wir eine vorherige Abklärung bei Ihrem Hausarzt oder in unserer allergologischen Sprechstunde (jeweils Donnerstag Nachmittags). Zurzeit wird von einer Impfung aber ganz abgeraten, wenn eine Allergie gegen Inhaltsstoffe des Covid-19 Impfstoffes (z.B. PEG) vorhanden ist. Um auf unerwartete allergische Reaktionen vorbereitet zu sein, wurde durch uns ein Notfallkonzept erarbeitet. Wir haben auch eine eigens darauf geschulte ärztliche Fachperson vor Ort.

Bitte teilen Sie uns die bei Ihnen bekannten Allergien zu Beginn des Impftermins mit. Ob eine Impfung durchgeführt werden kann, entscheidet der Arzt vor Ort. Bei Unsicherheiten nehmen sie bitte vor der Impfung Kontakt mit ihrem betreuenden Arzt auf.

Ich hatte eine allergische Reaktion auf einen COVID-19 Impfstoff. Kann ich die 2. Dosis trotzdem erhalten?

Wird die allergische Reaktion auf die erste Dosis als schwer eingestuft (z.B. ein anaphylaktischer Schock), wird von der 2. Dosis desselben Impfstoffes strikt abgeraten. Eine erneute COVID-19 Impfung kann allenfalls bei der Zulassung eines anderen Impfstoffes in Betracht gezogen werden. Bei leichten allergischen Reaktionen während oder nach der 1. Dosis kann die 2. Dosis nach Rücksprache und Abklärung beim Allergologen trotzdem erwogen werden.

Wie gut bin ich nach der ersten und wie gut nach der zweiten Impfung geschützt? Wie lange hält der Impfschutz an?

Zwei Wochen nach der ersten Impfdosis besteht beim Impfstoff von Pfizer/Biontech ein Impfschutz von etwa 50%, der eine Woche nach der zweiten Impfung gemäss aktuellen Daten bis über 90% ansteigt. Wie lange die aufgebaute Immunantwort gegen COVID wirksam bleibt, ist momentan noch unklar, wird aber genau beobachtet.

Ich habe COVID-19 durchgemacht. Soll ich mich trotzdem impfen lassen?

Diese Situation sollte mit dem behandelnden Arzt respektive mit einem Facharzt Infektiologie besprochen werden. Eine Impfung kann nach stattgehabter und im Labor bestätigter COVID-Erkrankung durchgeführt werden. Inwiefern sich daraus ein weiterer Nutzen über den natürlich erworbenen Schutz ergibt, ist aufgrund vorliegender Daten noch nicht ganz klar. Falls eine Impfung durchgeführt wird, muss zwischen der Erkrankung und der Impfung mindestens 3 Monate zugewartet werden.

Ich bin immunsupprimiert. Darf ich gegen COVID geimpft werden?

Ja. Wichtig ist die Rücksprache mit Ihrem behandelnden Spezialisten, der eine auf Sie zugeschnittene Empfehlung zur Impfung abgeben kann.

Schützen mich eine Grippe- oder eine Pneumokokkenimpfung auch gegen COVID-19?

Nein. Mit beiden erwähnten Impfungen wird eine Immunantwort gegen andere Erreger erzeugt. Ein Schutz gegen COVID besteht nicht.

Welches sind die häufigsten Nebenwirkungen?

Aus den Studien sind bis anhin keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt. Etwa 10% der Personen, die an den Studien teilgenommen haben, berichteten nach der zweiten Impfung von leichten Nebenwirkungen wie sie auch bei der Grippeimpfung auftreten können. Das sind Fieber, Abgeschlagenheit, Glieder- oder Gelenkschmerzen. Innert 24 Stunden bildeten diese sich meist zurück. Die Nebenwirkungen sind nicht gefährlich, können aber unangenehm sein. Zudem kann es – vergleichbar mit bekannten Impfungen – eine leichte Reaktion an der Einstichstelle geben.

In seltenen Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, insbesondere bei von Allergien stark betroffenen Personen. Unsere medizinischen Fachkräfte sind gut auf mögliche auftretende allergische Reaktionen und deren Behandlung vorbereitet.

Der Impfstoff von Pfizer/Biontech nutzt eine neuartige Technik. Wie sicher ist diese?

Der Impfstoff von Pfizer/Biontech nutzt die sogenannte mRNA-Technik. Dabei wird ein Teil der Boten-RNA des Virus, auch messenger-RNA (mRNA) genannt, für den Impfstoff genutzt. Diese Teil-mRNA enthält den Bauplan für ein Oberflächeneiweiss des Coronavirus, ein sogenanntes Spikeprotein. Nach diesem Bauplan stellt der Körper der geimpften Person dieses Protein selber her. Dieses für den Körper harmlose Protein simuliert eine Infektion und ruft die Immunabwehr ab. Die Antikörper der körpereigenen Immunabwehr verhindern dann bei einer allfälligen Infektion mit dem Coronavirus, dass sich dieses im Körper vermehren kann.

Sämtliche Bestandteile des Impfstoffes und auch das vom Körper produzierte Eiweiss werden wieder vollständig abgebaut. Da nur ein Oberflächenprotein und nicht das Virus selbst hergestellt wird, kann es durch die Impfung zu keiner Virenvermehrung kommen. Die mRNA wird rasch abgebaut und kann nicht in den Zellkern oder in das Erbgut (DNA) eindringen.

An dieser Technik wird schon seit vielen Jahren geforscht. Neu ist der Einsatz im Impfstoffbereich. Es gibt jedoch schon Medikamente, die auf diesem Prinzip aufbauen und heute schon eingesetzt werden.

Was kostet die Impfung?

Die Impfung ist für alle Personen, die über eine obligatorische Krankenversicherung verfügen, kostenlos.

Was mache ich, wenn Nebenwirkungen auftreten?

Sie werden nach der Impfung noch 15 Minuten bei uns bleiben, damit wir Sie bei allfälligen Nebenwirkungen medizinisch versorgen können. Sollten Sie sich später unwohl fühlen, kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt.

Aus den Studien sind bis anhin keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt. Leichte Nebenwirkungen wie Fieber, Glieder- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit und leichte Schmerzen an der Einstichstelle, traten in den Studien bei etwa 10 Prozent der Probanden auf.

Kann ich nach der Impfung auf das Maskentragen und die weiteren Hygieneregeln verzichten?

Nein, auf keinen Fall. Es gilt auch nach der zweiten Impfdosis, die üblichen Verhaltens- und Hygieneregeln einzuhalten. Es ist heute noch nicht klar, ob geimpfte Personen das Virus weitergeben können, auch wenn sie selber nicht an COVID-19 erkranken werden.

Ich möchte eine/n betagte/n Verwandte/n (oder eine andere Risikoperson) anmelden. Wie muss ich vorgehen?

Nach dem Gespräch und Einwilligung des Verwandten/Risikoperson können Sie die Person unsere Website bei uns anmelden. Bei Unklarheiten und Fragen sollten Sie zuerst mit dem Hausarzt Rücksprache nehmen.

Bitte beachten Sie, dass Sie wenn immer möglich Ihren Angehörigen/die Risikoperson nicht zum Impftermin begleiten, um den Platz in unserem Impfzentrum so effektiv wie möglich zu nutzen. Wenn Ihr Angehöriger/Ihre Risikoperson Unterstützung braucht, beachten Sie bitte die nächste Frage.

Ich habe Schwierigkeiten mit Hören/Sprechen und/oder Gehen und brauche Hilfe im Impfzentrum. Kann mich jemand begleiten?

Eine Person darf Sie während des Termins begleiten. Unser Impfzentrum ist zudem rollstuhlgängig.

Erhalte ich einen Immunitätspass?

Die Impfung wird in einer Bestätigung festgehalten. Eine Impfung schützt gemäss aktuellem Kenntnisstand zu über 90 Prozent vor einer COVID-19-Erkrankung. Jedoch ist noch unsicher, inwiefern eine Weitergabe des Virus an andere auch durch Geimpfte möglich ist.

Seite zuletzt aktualisiert: December 30, 2020 at 9:28:48 AM